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Kugelblitz - Räder für Kinder

Können Kinder auf dem Sattel sitzend mit beiden Füßen den Boden erreichen, ist der Abstand Sattel – Pedale in aller Regel zu niedrig. Die Knie sind auch in der unteren Pedalstellung angewinkelt und in der oberen Pedalstellung kommt der Kniewinkel unter 90°. In dieser Sitzposition kann kein richtiger Druck auf die Pedale gebracht werden, das Treten braucht viel mehr Kraft und die Kniegelenke sind stark belastet. Außerdem neigt man bei einem zu niedrigen Sattel zu einem Rundrücken.

Ein häufiges Zeichen für einen zu niedrigen Sattel ist, wenn die Kinder beim Fahren aufstehen: Im Sitzen kriegen sie nicht den nötigen Druck auf die Pedale und fahren deshalb besonders bergauf oder beim Anfahren im Stehen. Bei zu niedrigem Sattel wird auch häufig mit dem Mittelfuß oder der Ferse auf die Pedale getreten und nicht mit dem Ballen.

Die ergonomisch richtige Sattelhöhe wird passend zur Pedale, nicht passend zum Boden eingestellt:
Sind die Fersen auf den Pedalen, sollen die Knie durchgestreckt sein. Dann sind die Knie leicht angewinkelt, wenn die Ballen auf den Pedalen sind.

Kinder kommen in aller Regel von einem zu kleinen Fahrrad und sind somit gewöhnt, sitzend mit den Füßen auf den Boden zu kommen. Hat sich Ihr Kind an das neue, größere Fahrrad gewöhnt, kann gut fahren und sicher bremsen, dann heißt es das Auf- und Absteigen neu zu lernen.

Das Losfahren:

  • ein Bein - je nach Rahmenform - vorne oder hinten über den Rahmen schwingen, sodass ein Bein rechts und eins links vom Fahrrad fest auf dem Boden steht. Der Po ist noch nicht auf dem Sattel.
  • Eine Pedale nach vorne holen (Vorteil Freilauf)
  • Lenker fest umgreifen
  • auf die vordere Pedale steigen → Das Rad fährt los!
  • auf die andere Pedale steigen
  • jetzt erst auf den Sattel setzen
  • und fahren

Das Anhalten:

  • aus dem Sattel aufstehen
  • Bremsen (Vorteil Freilauf)
  • Füße nacheinander, erst den oberen, dann den unteren auf den Boden stellen

Das klingt erst einmal kompliziert, ist aber eine reine Gewöhnungssache. Vor allem ist es aber sicherer, als wenn das Kind im Sattel sitzend und auf den Zehen balancierend versucht, sich und das Rad zu halten.
Üben Sie mit Ihrem Kind, es lohnt sich! Und vergessen Sie nicht, die Sattelhöhe der wachsenden Beinlänge regelmäßig anzupassen.